Refluxoperation

Reflux-operationEine Reflux-Operation wird dann empfohlen, wenn säurebindende oder säurereduzierende Medikamente wenig oder gar nicht helfen, wenn Patient:en:innen nicht ein Leben lang Medikamente nehmen möchten oder bereits gravierende Schädigungen der Speiseröhre vorliegen.

Die Antirefluxoperation wird laparoskopisch durchgeführt. Über winzige Schnitte (Schlüssellochchirurgie) werden eine Minikamera, winzige Greifzangen und Operationswerkzeuge in den Bauchraum eingeführt. Der Zwerchfellbruch wird mit Nähten verschlossen und der Speiseröhrenschließmuskel operativ rekonstruiert, indem er durch eine Magenmanschette verstärkt wird (Fundoplicatio, Operation nach Nissen, Toupet).

Das Verfahren ist schmerzarm, nach 2-5 Tagen kann man normalen körperlichen Tätigkeiten ohne Einschränkung nachgehen.

85% der Patienten sind nach einer Operation vollständig von ihrem Sodbrennen befreit, der Großteil der restlichen Patienten hat kaum Beschwerden und braucht keine Medikamente mehr.

Komplikationsmöglichkeiten: Durch die Operation wird der Übergang zwischen Speiseröhre und Magen enger. Sie „spüren“ daher die ersten Wochen, wie sie schlucken. Vereinzelt kommt es auch zu Blähungen, manche Patienten können als Folge der Operation nur sehr schwer erbrechen.